Policen Direkt Vertriebschef Simon Nörtersheuser setzt mit den hauseigenen InsurTechs Covomo und Gewerbeversicherung24 auf Kooperation mit den etablierten Playern. „Wir sehen in einer Konfrontationsstrategie keinerlei Vorteile, weder für die Fintechs, noch für den Kunden oder den Makler, geschweige denn für den Versicherer.“ Er plädiert für eine Partnerschaft zwischen Alt und Neu, erklärt er im Interview mit der Börsen-Zeitung.

Die InsurTech-Töchter Gewerbeversicherung24 und Covomo gedeihen in der Nische. „Unser technischer Vorsprung ist gerade in diesem Bereich enorm“, stellt Simon Nörtersheuser zum Online-Markt für Gewerbeversicherungen fest. Hier sieht er künftig immense Provisionserlöse: „Im Gewerbebereich werden jährlich etwa 20 – 25 Mrd. Euro Beiträge erzielt“, sagt er. „Wenn wir hier hierbei von Provisionen von 20 bis 25 Prozent ausgehen, landen wir damit bei einem sehr attraktiven Markt mit großem Potenzial.“

Ambitionierte Ziele gibt Nörtersheuser auch für Covomo vor: „Angestrebt sind in fünf Jahren 10 Mio. Euro Provisionsumsatz.“

Im B2B-Geschäft mit Maklern und Maklerpools sieht er die größten Möglichkeiten, doch auch Privatkunden kaufen sich bei dem auf Reiseversicherungen spezialisierten InsurTech Versicherungsschutz ein.

Für Nörtersheuser sind Versicherungen per se ein digitales Produkt. Umso bemerkenswerter findet er es, dass der Markt der am wenigsten digitalisierte ist. Viele Schnittstellen zwischen Vermittlern, Kunden und Produktgebern lägen noch brach. Diese Partner zusammenzubringen sieht er im Gespräch mit der Börsenzeitung als eine hochkomplexe Angelegenheit.

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