Die rund 210 InsurTechs im deutschsprachigen Raum haben sich als eine feste Größe in der Versicherungsbranche etabliert. Die überwiegende Mehrheit konnte Ihr Neugeschäft trotz Pandemie deutlich ausbauen.

Die Relevanz der technologieaffinen Start-ups im Versicherungsbereich ist stark gewachsen. So konnten sich InsurTechs auch in komplexeren Geschäftsmodellen in den Bereichen Angebot und Betrieb behaupten und Wachstumsthemen wie Embedded Insurance erfolgreich besetzen. Das geht aus dem aktuellen „InsurTech-Radar“ von Oliver Wyman und Policen Direkt hervor, der die Entwicklung der InsurTechs in Deutschland und erstmals auch in Österreich und der Schweiz systematisch untersucht.

Weitere zentrale Befunde der Studienautoren Dr. Nikolai Dördrechter (XTP AG) und Dr. Dietmar Kottmann (Oliver Wyman):
• Der Reifeprozess des Marktes hat sich fortgesetzt. Die bloße Anzahl an InsurTechs tritt als Messgröße für deren Relevanz zunehmend in den Hintergrund. Die Start-ups in der Versicherungsbranche haben sich auch in komplexen Geschäftsmodellen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette erfolgreich behauptet und adressieren zukunftsrelevante Themen der Assekuranz.

• Das Funding-Umfeld befindet sich auf einem Allzeithoch. Weltweit flossen 2019 und 2020 jeweils über 7 Milliarden US-Dollar in die Erst- und Anschlussfinanzierungen von InsurTechs.

• Das zeitweise Herunterfahren des öffentlichen Lebens während der COVID-Pandemie hat Kunden nicht nur zu Versandhändlern getrieben, auch die Nachfrage nach Versicherungen hat sich – wahrscheinlich dauerhaft – auf digitale Information und Abschlüsse verschoben. Bei InsurTechs, deren Primärkunden die etablierte Versicherungswirtschaft ist, sogenannte B2B2C-Modelle, war die Entwicklung noch ausgeprägter

• Die Schweiz wird mit der hohen Dichte ihrer InsurTechs im Markt ihrem Ruf als wichtiger Versicherungsstandort gerecht. Deutschland dominiert durch die reine Anzahl an InsurTechs vor allem bei digitalen Prozessinnovatoren. Österreichs Gründerszene startete später, hat aber beachtlich aufgeholt.

Die Abdeckung der Radarsegmente in der DACH-Region ist relativ ausgewogen und entspricht mittlerweile im Wesentlichen der international beobachteten Verteilung (Angebot: 30%, Vertrieb: 26%, Betrieb: 44%).
Die Digitalisierung des Versicherungsbetriebs bleibt ein Dauerthema der Branche. Auch hier liefern InsurTechs innovative Lösungen. Auf dem Weg zur „Tech-Surance“ gibt es indes in der DACH-Region noch Lücken im Angebot.

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