InsurTech Radar 2019

InsurTechs sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch: Zwar ist die Gründungsdynamik von einst in Summe abgeflacht, doch setzen sich mittlerweile schnell wachsende Scale-ups vom restlichen Start-up-Feld ab.
Das Marktpotenzial ist unverändert groß und birgt Chancen für das erste Einhorn.

Das zeigt die aktuelle Ausgabe des „InsurTech-Radar Deutschland 2019“ von Oliver Wyman und Policen Direkt. Dieser untersucht 134 InsurTechs auf dem deutschen Markt.

Zentrale Befunde der Studie:

  • Digitale Versicherer sind weiter im Aufwind. Das Rennen bei den Neocarriern zwischen Full-Stack und Assekuradeuren ist noch offen.
  • Vertriebsplattformen sind auf dem Weg zur Systemrelevanz. Hier werden Versicherer selbst die Konzentration im Vertrieb forcieren.
  • Markteintritt in Deutschland vs. Expansion ins Ausland – beides bislang selten. Markteintritte wie der von Lemonade bleiben eher die Ausnahme. Fokus der deutschen InsurTechs bleibt vorerst auch im Heimatmarkt – auch wegen Geschäftsmodellen, die sich nur schwer auf andere Versicherungsmärkte übertragen lassen.
  • Die InsurTech-Branche befindet sich flächendeckend im Kooperationsmodus.
  • Wir beobachten erfolgreiche Scale-ups im Markt, deren Geschäftsmodelle Traktion bekommen haben. Mit dem ersten InsurTech-Einhorn ist in den kommenden 2,3 Jahren zu rechnen.
  • Internationales Geld fungiert als Wachstumstreiber, die Finanzierungsbedingungen für InsurTechs in Deutschland haben sich dadurch deutlich verbessert.

Im Vergleich zu 2017 ist die Besetzung der drei Radar-Segmente „Angebot“, „Vertrieb“ und „Betrieb“ sehr viel ausgewogener geworden. Die Anzahl der InsurTechs im Radarsegment Angebot ist um rund 50% gewachsen; sie machen nun 29% aller Start-ups aus. Modelle im Segment Betrieb bleibt konstand bei 38%. Verlierer im Vergleich sind Modelle im Segment Vertrieb, deren Anzahl leicht zurückgegangen ist und die nun nur noch 33% aller aktiven InsurTechs ausmachen.

Studie herunterladen

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