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Die deutsche InsurTech-Szene wächst, reift – und droht in eine Finanzierungsklemme zu geraten. Im „InsurTech-Radar Deutschland 2017“ unterziehen Oliver Wyman und Policen Direkt 110 Start-ups einer kritischen Überprüfung ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle. Ein zentrales Ergebnis: Nicht jedes Geschäftsmodell ist erfolgsversprechend. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt: Vertriebliche Modelle überwiegen noch mit 40% der Aktivität. Es stoßen aber immer mehr InsurTechs mit Technologiekompetenz in vielversprechende Lücken im Betrieb (38%) und Angebot (22%) vor. Einige besonders attraktive, aber auch komplexe Geschäftsmodelle bleiben von vielen InsurTechs noch unbeachtet. Echte Disruption bleibt in der Versicherung vorerst die Ausnahme.

Die Gemeinschaftsstudie InsurTech Radar von Oliver Wyman und Policen Direkt beleuchtet das Phänomen InsurTech in Deutschland bereits zum zweiten Mal und zeigt, was sich hierzulande auf dem InsurTech-Markt in den letzten 18 Monaten getan hat.

Zentrale Fragen der Studie sind:

  • Welche Trends gibt es?
  • Wie attraktiv sind die Geschäftsmodelle der InsurTechs?
  • Stehen Attraktivität der Geschäftsmodelle und beobachtbare Aktivität in Einklang – national wie international?

Zudem widmet sich die Studie der zentralen Frage der Finanzierung der InsurTechs in Deutschland. Die durchgeführte Umfrage unter den deutschen InsurTech-Gründern offenbart ein Dilemma: Größere Anschlussfinanzierungen werden als zunehmend schwieriger angesehen. Das steigende finanzielle Engagement von Primärversicherer scheint aber keine Lösung zu sein: Aus Sicht vieler Gründer sind diese nur zweite Wahl, zu groß sind die erwarteten Nebenwirkungen.

Eine Prognose der Vorgängerstudie hat sich indes bewahrheitet: Der im letzten Jahr zu beobachtende Run vieler InsurTechs auf E-Commerce ähnliche Vertriebsmodelle stößt in der komplexen Versicherungswelt an seine natürlichen Grenzen. Das Pivotieren weg von Vertriebsmodellen, die 2016 noch die deutsche Szene dominiert haben sowie erste Marktaustritte sind klare Belege hierfür. Zusammen mit einer höheren Gründungsaktivität in den Bereichen Angebot und Betrieb sinkt der Anteil der InsurTechs mit vertrieblichem Schwerpunkt und bewegt sich mittlerweile auf international üblichem Niveau.

Der Blick auf die Verteilung der InsurTechs entlang der Wertschöpfungskette zeigt: Vertriebsmodelle (2017: 40%; 2016: 63%) überwiegen zwar noch immer, doch die Aktivitäten in den Bereichen Betrieb (2017: 38%; 2016: 21%) und Angebot (2017: 22%; 2016: 16%) nehmen zu.

Für den Erfolg der herannahenden zweiten Welle der InsurTechs braucht es die Verknüpfung von Versicherungswissen mit Technologie Know-how. Vieles ist in Bewegung – und dennoch denken wir: All das wird noch nicht reichen, um Deutschland in der Digitalisierung der Versicherung eine führende Rolle zu verschaffen. Es besteht weiter Handlungsbedarf. Navigieren Sie mit Radar!

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